Mitarbeiter der untersuchten Vereine können Details zur Punktevergabe einsehen.


User Experience

„Man darf jetzt nicht alles so schlecht reden, wie es war.“

(Fredi Bobic)

 

In den beiden ersten Kategorien Inhalt & Redaktion sowie Service & Dialog gab es viel Licht und Schatten. Manche Vereine überzeugen mit gut gemachten, inhaltsstarken Websites und schönen Angeboten für ihre Fans. Andere weniger. So viel Ausgewogenheit gibt es in der letzten Kategorie „User Experience“ leider nicht. Hier ist viel Dunkelheit, in der hier und da ein schwaches Lichtlein aufflackert. Man muss es so deutlich sagen, wie es ist: In der technischen Performance der Seiten und der Navigation sind auch die deutschen Proficlubs nur auf Amateurniveau.

Fangen wir mit den sehr schlechten Ladezeiten der Seiten an. Bei den Desktopversionen erreichen in unserem Benchmark nur die Seiten von Mainz 05 und Hertha BSC Berlin halbwegs zufriedenstellende Ergebnisse. Bei den Mobilseiten sieht das Bild noch trauriger aus: Keiner der 18 Bundesligisten hat eine schnell ladende Mobilseite.

Ladezeiten Desktop

  • Score Desktop

    Nur zwei Vereinswebsites liefern angemessene Ladegeschwindigkeiten für Desktop-Geräte.

Ladezeiten Mobil

  • Score Mobil

    Mobile first? In der Bundesliga ganz und gar nicht. Kein einziger Club bringt die mobilen Ladezeiten auf ein akzeptables Niveau.

 

„Wenn das Stadion hier schon in der Bundesliga so voll ist, dann musst du ja für den internationalen Fußball anbauen lassen.”

(Mirko Slomka zum damaligen Eintracht-Trainer Armin Veh)

 

Die Erklärung für die unterdurchschnittliche Performance ist schnell gefunden, wenn man sich die Startseiten mal genauer anguckt. Diese sind vollkommen überfrachtet. Es beginnt im sichtbaren oberen Drittel, das typischerweise von einem Slider-Element dominiert wird, in dem mehrere News durchlaufen. Solche Slider sind echte Geschwindigkeitskiller, weil im Hintergrund viele extrem große Bilder oder Videovorschauen geladen werden müssen.

Bei vielen Websites kommen zusätzliche Videoelemente aus dem Vereins-TV dazu, die Einbindung des Online-Shops, eine Newsletter-Anmeldung, ein Social-Media-Feed und vieles mehr. Es ist der Versuch, eine „One-fits-all-Startseite“ zu haben, die im Endergebnis keinem Besucher wirklich gerecht wird. Hier wäre weniger deutlich mehr.

 

„Die Spieler können so lange Ostereier suchen, wie sie wollen. Vor lauter Training werden sie keine finden.”

(Felix Magath)

 

Katastrophale Suchfunktion

Eine gute Suche könnte den Nutzern dabei helfen, jederzeit die wichtigsten Infos zu finden. Wer nach „Dauerkarte“ sucht, sollte im Idealfall direkt auf die Ticketseite mit allen Infos zur Dauerkarte kommen. Ein interessierter Fan, der mehr zur „Vereinschronik“ erfahren möchte, sollte sofort auf die entsprechende Seite verwiesen werden. Doch selbst diese simplen Suchaufträge bekommt kaum einer der Clubs richtig umgesetzt. Die einzigen Ergebnisse, die die Suchmasken produzieren, sind Auszüge aus Pressemitteilungen und Vereinsnews, in denen das gesuchte Schlagwort enthalten ist. Für den Nutzer ist das frustrierend. Für die Clubs nicht erstligareif.

Good Practice Suchfunktion

  • Bayer Suche

    Bayer Leverkusen ist der einzige Bundesligaverein, der seinen Website-Besuchern eine Autocomplete-Suche zur Verfügung stellt und präzise Suchergebnisse liefert.

 

Die User Experience bewegt sich demnach insgesamt auf einem ausbaufähigen Niveau: Ladezeiten, Navigation und Suche sind die Punkte, bei denen viele Vereine Nachholbedarf haben, um ihren Website-Besuchern eine stabile Performance zu bieten und ein schnelles Auffinden von Inhalten zu ermöglichen. Auch in dieser Kategorie konnte sich Werder Bremen den Sieg sichern und den Rest der Liga hinter sich lassen.

 

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