Mitarbeiter der untersuchten Vereine können Details zur Punktevergabe einsehen.


Fazit

„Die Einfachheit, das ist die Schwierigkeit. Und darin liegt auch die Schönheit.“

(Niko Kovac)

 

Die technische Performance und die Navigation der Seiten zu verbessern ist die Hauptaufgabe für die Website-Verantwortlichen bei den Proficlubs. Das kann gelingen, wenn man jetzt damit beginnt, sich schrittweise von den monolithischen Club-Websites zu verabschieden, die derzeit den Markt dominieren. Ein Fußballclub tritt online in verschiedenen Rollen auf: Bei Spielberichten, Mannschaftsporträts und Spielerinterviews ist man Medienanbieter mit eigener Redaktion und konkurriert mit Kicker, Sportbild und Sky Sports um Seitenbesucher.

Beim Verkauf von Fanartikeln wird man plötzlich zum Online-Händler, der mit Amazon, Otto und Sportartikelherstellern wie Adidas im Wettbewerb steht. Der Ticketverkauf findet heute größtenteils ebenfalls über E-Commerce statt. Auch hier werden die Anforderungen in den kommenden Spielzeiten, die coronabedingt unter strengen Hygieneauflagen stattfinden werden, nicht kleiner.

Zugleich sind die Fußballclubs heute große Wirtschaftsunternehmen, die jedes Jahr hunderte Millionen Euro umsetzen und, wie in der Corona-Krise von den Clubs immer wieder betont wurde, wichtige Wirtschaftsfaktoren in den Regionen sind. In dieser Funktion gilt es, Kennzahlen transparent zu machen und Stakeholder wie Sponsoren, Geschäftspartner und Medien über Geschäftsstrategie und Unternehmensziele zu informieren. Gerade in der aktuellen Krise ist das wichtig, denn Fans und Geschäftspartner machen sich vielerorts Sorgen um die Existenz ihres Vereins. Und dieser sollte seine wichtigsten Unterstützer entsprechend offen an der Zukunftsplanung teilhaben lassen.

Schlussendlich sind die Clubs auch wichtige Institutionen im Sport- und Freizeitangebot einer Region. Ob als Ausflugsziel für treue Fans, die eine Stadionführung buchen möchten, oder für hoffnungsvolle Eltern, die ihren Nachwuchs zum Probetraining anmelden wollen, gibt es eine Fülle von spezialisierten Nutzungsszenarien, die abgebildet werden können.

Zu versuchen, diese verschiedenen Rollen und Aufgaben auf einer einzigen Website oder gar auf der Startseite zu vereinen, ist weder zeitgemäß noch zielführend. Clubs können jetzt damit anfangen, die über viele Jahre gewachsenen Online-Auftritte neu zu strukturieren und mit einer sorgfältig durchdachten Architektur auf die jeweiligen Nutzerbedürfnisse zuzuschneiden.

Kurz gesagt: Website-Besucher wollen ein digitales Erlebnis, das ihnen genau die Leidenschaft vermittelt, die im Verein steckt. Für die Verantwortlichen geht es hier um emotionales Storytelling, das deutlich macht, warum der Verein wie handelt und wofür er steht. Und diese Geschichten sollten auch in den interaktiven Features stecken, die Nutzern angeboten werden. Content-Marketing statt Produkt-Marketing lautet die Devise – erst dann kann die Vereinswebsite zur „echten” digitalen Heimat für die Fans werden.

 

Abschließend bleibt uns noch, unserem Benchmark-Sieger Werder Bremen erneut zu gratulieren: Herzlichen Glückwunsch an die Weser zum gelungenen Web-Auftritt und viel Erfolg für die kommende Saison!

„Ich sage nur ein Wort: Vielen Dank!“

(Horst Hrubesch)

 

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