Mitarbeiter der untersuchten Vereine können Details zur Punktevergabe einsehen.


Über den LIGA Benchmark

Seit 2003 veröffentlicht NetFederation jährlich den Corporate Benchmark, eine umfangreiche Untersuchung der Webauftritte von 100 großen deutschen Unternehmen zum aktuellen Stand der Online-Kommunikation.

Seit 2013 verstärkt ein weiterer Benchmark das Analyse-Repertoire: Für den LIGA Benchmark untersucht unser Team auf Basis von 100 Kriterien die Websites der 18 Fußball-Bundesligavereine in den Kategorien Inhalt & Redaktion, Service & Dialog sowie User Experience. 

Die zentralen Fragestellungen der Analyse: Erfüllen die Websites aktuelle Anforderungen an zeitgemäße Webauftritte? Was tun die Vereine online zum Imageaufbau/-pflege und inwieweit nutzen sie dazu auch Social Media? Wie werden die unterschiedlichen Zielgruppen (Fans, Presse, Sponsoren) bedient? Insgesamt konnten die Websites 1.000 Punkte erreichen.

 

Gesamtranking

PlatzVereinURLPunkte
1SV Werder Bremenwww.werder.de751
2FC Bayern Münchenwww.fcbayern.de732
3VfL Wolfsburgwww.vfl-wolfsburg.de679
4Hannover 96www.hannover96.de662
5FC Schalke 04www.schalke04.de653
6Hertha BSCwww.herthabsc.de633
7Hamburger SVwww.hsv.de632
8FC Augsburgwww.fcaugsburg.de620
9Sport-Club Freiburgwww.scfreiburg.com604
10Borussia Mönchengladbachwww.borussia.de599
111. FC Kölnwww.fc-koeln.de581
12Borussia Dortmundwww.bvb.de553
131. FSV Mainz 05www.mainz05.de547
14VfB Stuttgartwww.vfb.de544
151899 Hoffenheimwww.achtzehn99.de460
16Eintracht Frankfurtwww.eintracht.de458
17Bayer 04 Leverkusenwww.bayer04.de457
18SC Paderborn 07www.scpaderborn07.de375

Ergebnisse

Fußball steht für Emotionen, Leidenschaft, Spannung und Spaß – das sollten auch die Vereinswebsites der ersten Fußball-Bundesliga widerspiegeln. Der NetFed LIGA Benchmark 2014 zeigt, dass die Vereine online größtenteils zwar umfangreiche und unterhaltsame Informationen zur Verfügung stellen. Dabei werden aber nicht alle Zielgruppen adäquat angesprochen und mit relevanten Inhalten versorgt. 

Unsere Analyse der Bundesligavereine belegt außerdem, dass die Websites in den Bereichen Nutzerfreundlichkeit und technische Performance überraschend viel Verbesserungspotenzial aufweisen. Außerdem entsteht der Eindruck, dass die Marke der Vereine zu sehr als Selbstläufer betrachtet wird und die Bedürfnisse der Zielgruppen an eine moderne, informative und spannende Vereinswebsite nicht ausreichend berücksichtigt werden. Dabei bietet das Thema Fußball auch in der digitalen Welt viele Chancen, Spieler, Trainer, Sponsoren und Fans enger zusammenrücken zu lassen – der aktuelle Website-Meister macht’s vor!

Werder Bremen verteidigt den Titel

Der SV Werder Bremen wird erneut Website-Meister im LIGA Benchmark! Vor allem inhaltlich überzeugt die Vereinswebsite und holt 349 von möglichen 400 Punkten im Bereich Inhalt & Redaktion. Werder-Fans werden umfassend über sämtliche Belange ihres Vereins informiert und können sich außerdem im vereinseigenen Forum austauschen.

Der FC Bayern München klettert dieses Jahr auf Platz zwei in unserem Ranking. Die Bayern punkten mit ihrer Website vor allem in den Kategorien Service & Dialog und User Experience. Umfassende Infos zu Fan-Betreuung und Aktionen wie die Fan Voices sorgen dafür, dass sich die Fans als Teil des Vereins fühlen können.

Der VfL Wolfsburg steigt einen Platz ab und landet mit seinem Webauftritt auf dem dritten Platz des LIGA Benchmarks. Information und Nutzerfreundlichkeit gehen bei den Wölfen Hand in Hand: Die Stärken der VfL-Seite liegen in den umfangreichen Inhalten und im Bereich User Experience. Die Seite ist einfach übersichtlich und verständlich strukturiert.

Best Practices

  • 1_Werder

    Fan-Einbindung via Social Media: Website-Meister Werder Bremen zeigt mit eigenem Instagram-Account, was alles möglich ist.

  • 2_Bayern

    Entertainment und umfangreiche Infos für Fans – der Zweitplatzierte FC Bayern liefert viele gute Gründe für regelmäßige Website-Besuche.

  • 3_Wolfsburg

    Die praktische Themennavigation auf der Wolfsburg-Seite führt Nutzer schneller ans Ziel.

Welche Zielgruppen gibt es und was sind ihre Erwartungen?  

Fans, Presse und Sponsoren bilden die Haupt-Nutzergruppen von Fußballvereinen. Sie haben unterschiedliche Erwartungen an das Informationsangebot im Netz, welche die Website bedienen muss. 
 

Bedanken möchten wir uns auch bei den Fans, auf denen wir uns immer verlassen konnten. (Andreas Brehme)

Fans suchen in erster Linie Informationen zum Verein, ihren Lieblingsspielern und den nächsten Spielterminen, für die sie dann einfach und schnell Tickets kaufen wollen. Gleichzeitig möchten sie sich austauschen und engagieren. Interaktionsmöglichkeiten mit ihrem Verein geben den Fans das Gefühl, dazuzugehören.

Leider erhalten sie nach wie vor auf vielen Websites nur das Basis-Informationspaket. Services wie ein Forum oder Chats gibt es lediglich vereinzelt. Auch Entertainment in Form von Tippspielen, Votings etc. wird selten angeboten.

Können Fans auf der Seite für ihre Lieblingsspieler oder Lieblingstore voten?


Ja: 8   Nein: 10

Gibt es ein Fan-Forum?


Ja: 11   Nein: 7

 

Das wird alles von den Medien hochsterilisiert. (Bruno Labbadia)

Journalisten haben die Aufgabe, qualitativ hochwertig zu berichten und die Brücke zwischen Verein und Öffentlichkeit zu bauen. Dabei stehen sie unter enormem Zeitdruck. Sie als Partner zu betrachten bedeutet daher, ihnen kompakte Informationen zum Verein, zu Spielern und Co. zur Verfügung zu stellen, die sie schnell und einfach weiter verarbeiten können. Darüber hinaus benötigen sie für Nachfragen vollständige Kontaktdaten und den richtigen Ansprechpartner für ihr Anliegen. 

Die Vereine scheinen die Bedeutung dieser Services nicht zu erkennen und versäumen so ihre Chance, die Zusammenarbeit positiv zu beeinflussen. Zu oft müssen sich Journalisten auf den Vereinswebsites erst umständlich registrieren, um an wichtige Infos zu kommen; frei verfügbare Inhalte gibt es kaum. 

Sind alle Pressematerialien frei verfügbar?


Ja: 1   Nein: 17

Gibt es Presse-Pakete für Journalisten?


Ja: 0   Nein: 18

 

Wir sind an ein Limit gekommen, wo es im Moment nicht drüber geht. (Andreas Möller)

Sponsoren wollen sich und ihre Aktionen natürlich auf der Website wiederfinden: Von ihrer Präsentation als starker Partner des Vereins profitieren beide Parteien. Sponsor zu sein heißt, an den Erfolg des Teams zu glauben und in puncto Bekanntheitsgrad und Markenwert vom Vereinserfolg zu profitieren. Dazu muss der Verein den Sponsor in alle öffentlichkeitswirksamen Bereiche integrieren. 

Diese Erwartung wird teilweise erfüllt. Immerhin gibt es für Sponsoren auf den Bundesliga-Websites weit mehr Informationen als für Journalisten und auch ein Statement des Hauptsponsors ist in einigen Fällen zu finden. Allerdings bleibt der Eindruck, dass es keine Konzepte zur strategischen Einbindung der Sponsoren gibt. 

Gibt es einen Bereich mit Infos und Kosten zu Sponsoring?


Ja: 11   Nein: 7

Gibt es ein Statement vom Hauptsponsor?


Ja: 7   Nein: 11

User Experience – was sind generelle Anforderungen an moderne Websites? 

Eine zeitgemäße Website muss sowohl inhaltlich als auch optisch ein einheitliches und klares Bild vermitteln. Alle Stakeholdergruppen sind inzwischen im Netz zuhause und haben dementsprechend hohe Ansprüche an die Online-Präsenz der Bundesligavereine. Intuitive Navigationsmöglichkeiten sowie der Einsatz moderner Webtechnologie werden ebenso wie ein funktionales und ansprechendes Design inzwischen vorausgesetzt.

Eine weitere wichtige Anforderung ist die Mobile-Optimierung der Webauftritte. Die Nutzung mobiler Endgeräte steigt kontinuierlich (vgl. Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts zur mobilen Internetnutzung sowie ARD-ZDF-Onlinestudie 2013): Besucher erwarten heutzutage einfach, dass jede Website auch mit Mobil-Geräten bequem nutzbar ist. Deshalb müssen Website-Inhalte und Services auch per Tablet und Smartphone barrierefrei abzurufen und zu bedienen sein. 

Der NetFed LIGA Benchmark belegt, dass die meisten Vereine hinter den Erwartungen zurückbleiben. Die untersuchten Websites sind zu unübersichtlich und führen die Nutzer nicht durch die Seite. Auch technisch sind sie nicht auf dem neuesten Stand und eine einheitliche digitale Corporate Identity ist in den seltensten Fällen zu finden. Am deutlichsten sind die Schwächen im Bereich Mobile: Zwar bieten alle Vereine Apps an, die zumindest Teile der Website beinhalten. Aber nur die Hälfte der Vereine hat eine mobil nutzbare Navigation und nur wenige punkten mit einer zeitgemäßen responsiven Website.

Ist die Navigation für die mobile Nutzung optimiert?


Ja: 10   Nein: 8

Werden die Website-Inhalte auch auf Mobilgeräten optimal dargestellt?


Ja: 10   Nein: 8

 

Was tun die Vereine für Imageaufbau und -pflege?

Positionierung: Durch einen einheitlichen und durchdachten digitalen Auftritt zeigen die Vereine, was sie ausmacht. Mit individuellen Inhalten können sie sich gleichzeitig von anderen Vereinen abheben und dem Engagement der Fans angemessen begegnen. 

Markenbildung: Umfangreiche und onlinegerecht präsentierte Inhalte vermitteln ein professionelles Außenbild und stärken die Marke der Vereine. Die einheitliche Content-Verwendung über verschiedene Kanäle (Website, Social Media etc.) verleiht dem Verein außerdem ein Gesicht. 

Leider nutzen die Vereine ihre Social-Media-Seiten zu oft nur als weiteren Monolog-Kanal, statt ihre Fans darüber stärker einzubinden und den Verein gleichzeitig persönlicher und nahbarer zu präsentieren. 

Werden aktuelle Tweets oder Posts auf der Startseite eingebunden?


Ja: 10   Nein: 8

Rufen die Vereine zum Besuch ihrer Social-Media-Profile auf?


Ja: 8   Nein: 10

Öffentliche Wahrnehmung: Nicht zuletzt können sich die Bundesligisten durch öffentlichkeitswirksame Infos zu Umweltschutzmaßnahmen und/oder sozialem Engagement auf ihren Websites zielgruppenübergreifend positiv darstellen.

Diese Chance haben die meisten Vereine erkannt und bieten umfangreiche Informationen zu den Themen Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Soziales im Web an. Allerdings werden die Angaben weniger, sobald es um Details der CSR-Arbeit geht.

Gibt es konkrete Leitlinien zum gesellschaftlichen Engagement?


Ja: 13   Nein: 5

Wird die Nachhaltigkeitsstrategie inkl. Ziele erläutert?


Ja: 10   Nein: 8

Fazit

Zu 50 % haben wir es geschafft, aber die halbe Miete ist das noch nicht. (Rudi Völler)

Der NetFed LIGA Benchmark belegt, dass die meisten Vereinswebsites hinter den Erwartungen zurückbleiben. Vor allem im Bereich Zielgruppenansprache besteht deutliches Verbesserungspotenzial: Integration und Interaktion von und mit Fans, Medienvertretern und Sponsoren findet online in viel zu wenigen Fällen statt.

Auch im Bereich User Experience müssen viele Vereine nachrüsten. Die meisten der untersuchten Websites sind zu unübersichtlich und führen die Nutzer nicht durch die Seite. Hier hätten schon kleine Veränderungen wie beispielsweise eine Optimierung der Navigation und der Seitenaufteilung oder die Verbindung der Inhalte zu übergreifenden Themen große Wirkung und würden die Nutzererfahrung deutlich verbessern.

Auch technisch sind die Seiten nicht auf dem neuesten Stand, eine einheitliche digitale Corporate Identity ist in den seltensten Fällen zu finden. Im Bereich Mobile werden die Schwächen besonders deutlich – hier müssen fast alle Vereine aktiv werden, um die Anforderungen an einen modernen digitalen Auftritt zu erfüllen.

Best Practices

  • Wolfsburg_Soziales

    Der VfL Wolfsburg berichtet unter dem eigenen Navigationspunkt „Soziales“ umfangreich über das Vereinsengagement.

  • Schalke_Spielerprofil

    Unterhaltsam und informativ: Das Spielerporträt der Schalke-Profis beinhaltet alle Infos und die Links zu weiteren Profilen im Netz.

  • Hannover_Presse

    Journalisten werden bei Hannover 96 direkt angesprochen und finden alle Ansprechpartner kompakt in einem Bereich.

  • Gladbach_Stadionmagazin

    „FohlenEcho“ für alle! Als einer der wenigen Vereine stellt Borussia Mönchengladbach sein Stadionmagazin allen Fans online zur Verfügung.

  • Freiburg_Navigation

    Die kompakte Navigation führt Besucher der SC-Freiburg-Website schnell zum Ziel und bleibt praktischerweise auch beim Scrollen erhalten.

  • BVB_Sponsoren

    Sponsoring ist mehr als Werbung: Der BVB macht’s vor und lässt den Hauptsponsor zu Wort kommen.

Kontakt

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Sie haben Fragen zu unserem Benchmark oder zu NetFed?

Michaela Knaup

Michaela Knaup
Fon: +49 (0) 2236 / 3936-71
Mail: michaela.knaup@net-federation.de

NetFederation GmbH
Sürther Hauptstraße 180 B
50999 Köln
Fon: +49 (0) 2236 / 3936-6
Fax: +49 (0) 2236 / 3936-84

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Über NetFed

Die NetFederation GmbH ist ein Beratungsunternehmen für digitale Kommunikation mit Sitz in Köln und Frankfurt am Main. Ob Corporate Website, Online-Reporting, Intranet, Web-Design oder Online-Redaktion – NetFederation übernimmt die Analyse und Bewertung, die strategische Konzeption, die visuelle Gestaltung sowie die technische Umsetzung und Betreuung digitaler Auftritte. Zu unseren Kunden zählen zahlreiche Konzerne und mittelständische Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen wie beispielsweise Automobil, Chemie, Finanzdienstleistungen, Logistik und Sport & Lifestyle.

Seit 2003 untersucht NetFederation im Rahmen verschiedener Benchmarks jedes Jahr die Websites ausgewählter deutscher Unternehmen. Dabei konzentrieren wir uns auf die Bereiche Corporate Social Responsibility (CSR), Human Resources (HR), Media Relations (MR), Corporate und Investor Relations (IR), um uns einen umfangreichen Überblick über aktuelle Standards und Trends in der digitalen Kommunikation zu verschaffen. Dasselbe Ziel verfolgt unsere regelmäßig durchgeführte Intranet-Studie. Das so generierte Wissen nutzen wir, um unsere Kunden zu aktuellen Entwicklungen optimal beraten und sie bei der Umsetzung geeigneter Maßnahmen unterstützen zu können.

Zusammen mit unseren Forschungsinitiativen dienen die Benchmarks und die Intranet-Studie vor allem auch der Beobachtung der Marktentwicklung. NetFederation bildet in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen namhaften Hochschulen und Bildungsorganisationen Expertisen in der Zukunft der digitalen Unternehmenskommunikation. Ergänzend führen wir eigene Projekte durch, in denen wir die Relevanz übergreifender Trends für unterschiedliche Marktsegmente analysieren.

Das NetFed-Team besteht aus 40 Mitarbeitern inklusive vier Auszubildenden. Berater, Designer, Webentwickler, Programmierer und Redakteure arbeiten seit über 15 Jahren fortlaufend daran, innovative maßgeschneiderte und zielgruppengerechte digitale Lösungen zu entwickeln.

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